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hunsrück 

Arche
Hunsrück du
Die hunsrücker Mädcher
Diese Tage im Hunsrück
Frühling
Schicksal eines Sommertages
Ballade vom Balduinseck
 

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Arche

Wenn die Mosel stetig steigt,

Vater Rhein im Bett nicht bleibt,

gibt´s dort unten nasse Schuh ´,

das raubt uns hier nicht die Ruh ´.

 

Bis hier her kommt keine Flut,

ach wie gut das manchmal tut,

das man auf der Höhe wohnt,

quasi über´m Chaos thront.

 

Wie die Arche einst bei Noah,

kommt man sich hier oben vor,

und gesteht sich leise ein,

Gott muss Hunsrücker wohl sein.

 

 5.01

 

 

 

 

Hunsrück Du ( Country Roads ) 

Raue Schönheit, Täler und Höhen,

wilde Schluchten, all das kann man hier sehen.

Umrahmt von Nahe, Mosel und vom Rhein,

wo kann es wohl schöner als auf dem Hunsrück sein?

 

Hunsrück du bist mein Land, meine Liebe und mein Glück.

Jede Straße, die ich fahre, bringt mich zu dir zurück.

 

Kleine Dörfer, kleine Städte,

wo Schinderhannes auch heute Arbeit hätte.

Hier ist nicht die “ große weite Welt“,

trotzdem gibt es etwas, das mich bei dir hält.

 

Hunsrück du...

 

Ob auf Mallorca, in New York oder Athen,

das Heimweh kommt, kaum einer kann´s verstehen.

Und landet dann mein Flieger auf dem Airport in Hahn

komm ich in meiner Heimat wieder an.

 

Hunsrück du...

 

Original „Country roads“, John Denver

Deutscher Text : Stefan L. Nick  

 

 

 

 

Die Hunsrücker Mädcher ( Far far away )

Ich kenn die Mädcher aus dä Eifel und imTaunus

un och die schöne aus dem kalde Westerwald.

Doch et git eins wat ich moh sohn muß un dat is völlich klar,

die lose mich all kalt.

 

Ich wor in Hamburch ganz do obe an dä Nordsee,

ja do die Mädcher sin nit su flach wie dat Land.

Doch mei Herz dat giht mer uff, wenn ich dat eine Mädche seh,

do bin ich außer Rand un Band.

 

Jo die Hunsrücker Mädcher, die mache mich su an.

Jo mein Hunsrücker Mädche,  guck se dir nur an.

Jo die Hunsrücker Mädcher, die han dat Herz am rechte Fleck,

die läßt de nit weg.  

 

Ich wor in Frankreich un ich wor schun bei dä Ammis,

ich wor in Pizzaland un och schun in Athen.

Doch all die Mädcher do die han mich nit su richtich überzeucht,

kanns de dat verstehn?

 

Jo die Hunsrücker Mädcher, ...

 

Ich kenn die Mädcher aus der Eifel un im Taunus,

un och die schöne aus dem kalde Westerwald.

Doch mei Herz dat giht mer uff, wenn ich dat eine Mädche seh,

do bin ich außer Rand un Band

 

Jo die Hunsrücker Mädcher, die mache mich su an.

Jo mein Hunsrücker Mädche,  guck se dir nur an.

Jo die Hunsrücker Mädcher, die han dat Herz am rechte Fleck,

die läßt de nit weg.

Original: „Far far away“ von Slade

„Deutscher“ Text: Stefan L. Nick     

 

 

 

 

Diese Tage im Hunsrück

Diese Tage im Hunsrück,

nebelverhangen,

vom Morgen bis zum Abend

nur Dämmerung.

Ohne Uhr, keine Orientierung.

Wie ein kalter Hauch Gottes

wird alles eingetaucht

in dieses feuchte Grau

und die Zeit scheint still zu stehen,

die ganze Zeit.

Keine Veränderung,

kein Vor, kein Zurück,

nur Dämmerung.

Ohne Uhr, keine Orientierung.

Bis es ganz dunkel wird

und das Grau die Nacht

fast erhellt.

- jedenfalls scheint es so.

 

1/00  

 

 

 

 

Frühling

Die erste Sonne im April,

Kinder spielen auf den Straßen.

Die Abende sind nicht mehr still,

wie im Winter, als wir drinnen saßen.

 

Von der Kirche kommt der Glockenklang,

durch Bäume herübergeweht.

In der Luft ist der Vögel Gesang

und Blütenduft im Garten steht.

 

Die Mücken tanzen in der Glut

der letzten Sonnenstrahlen.

Ach, wie tut´s dem Menschen gut,

das wir jetzt endlich Frühling haben.

4/00  

 

 

 

 

Schicksal eines Sommertages

Der Morgen war schon ohne Kühle

verlangsamt schnell den Schritt

und in des Mittags feuchter Schwüle

hört man kaum einen Tritt.

 

In heißer Trägheit bleibt erlahmt

das Handeln, Tun und Denken.

Die Hektik wird dazu ermahnt,

dem Menschen Zeit zu schenken.

 

Geschwirre einzig unstet bleibt,

es summt, es krabbelt, zwitschert

und ignoriert die heiße Zeit,

die uns am Schwirren hindert.

 

Ein lauer Wind der kündigt an,

worauf schon alle warten:

Der Cumulus schleicht sich heran

und will sein Unheil starten.

 

Verdunkelt wird der Sonne Kraft,

bald vor dem nahen Abend.

Vom Himmel gießt der kühle Saft,

an dem sich alles labed.

 

Bald Donnergroll und Blitze grell

Den Cumulus begleiten.

Wir Menschen, wir vergessen schnell:

All Ding hat stets zwei Seiten.

 

6/00